Vorschau Top8 in Châtelaine

Text: Lyo Bührer / Bilder: René Zwald

Am kommenden Wochenende steigt in Châtelaine (Genf) das Top8, die Finalrunde des STT‑Ranglistenturniers Nachwuchs. Der Anlass gehört zu den prestigeträchtigsten Wettbewerben im Nachwuchsbereich und bringt in jeder Alterskategorie die acht besten Spielerinnen und Spieler an den Start. Für die jungen Athletinnen und Athleten bedeutet dies ein Turnier voller intensiver Partien auf höchstem Niveau – im Modus «jede/r gegen jede/n».

Auch der TTC Neuhausen wird mit zwei Nachwuchstalenten vertreten sein.

Aidan Amstad qualifiziert sich über das Top16

Aidan Amstad sicherte sich seinen Platz beim Top8 auf klassischem Weg über das Top16 in St. Gallen. Mit dem 7. Schlussrang löste der U15‑Kaderspieler das begehrte Ticket für Genf – blieb beim Qualifikationsturnier aber unter seinen Möglichkeiten. Coach Lyo Bührer ordnet ein:
„Beim Top16 geht es vor allem darum, unter die besten Acht zu kommen. Wie genau man das erreicht, ist nebensächlich.

Die U15‑Kategorie gilt als besonders ausgeglichen. Als Topfavoriten gelten die beiden Bestklassierten Silas Stalder und Charlie Hurtado (Sarnen bzw. ZZ‑Lancy, beide B15). Die Qualifikationsrunde gewann jedoch Arthur Loustalot (ZZ‑Lancy, B14), der Vorjahressieger der U13‑Kategorie, womit er als Nummer 1 gesetzt ist.

Auch dahinter ist vieles möglich. Alle acht Teilnehmer sind nach aktuellem Elo‑Ranking B‑klassiert – ideale Voraussetzungen für ein enges und spannendes Turnier. Für Aidan bedeutet dies sieben Partien gegen Gegner auf ähnlichem Niveau und damit eine offene Ausgangslage.

Direktqualifikation für Akhyata Patra

In der Kategorie Mädchen U17 startet Akhyata Patra, die von der STT‑Sportkommission direkt für das Top8 gesetzt wurde. Das Startfeld weist eine auffallend breite Spannweite an Klassierungen auf, wodurch die Rollen klarer verteilt sind als in anderen Alterskategorien.

Akhyata tritt als Nummer 2 der Setzliste an und gehört damit zu den Titelanwärterinnen. Im Fokus steht das Duell mit Ruoqi Wei (Zürich‑Affoltern), der topgesetzten Spielerin, gegen die Akhyata in dieser Saison mehrere knappe Partien bestritt – bisher mit dem besseren Ende für Ruoqi. Auch aufgrund ihrer starken STTL‑Saison geht die Kontrahentin aus Zürich leicht favorisiert ins Turnier. Dennoch begegneten sich die beiden stets auf Augenhöhe, und Akhyata ist entschlossen, dieses Mal das Blatt zu wenden.

Begleitet werden die beiden Nachwuchsspieler vom Neuhauser Sportchef Lyo Bührer, der in Châtelaine als Coach an der Box stehen wird.

Über die Ausgangslage sagt Bührer:
„Akhyata zählt klar zum Favoritenkreis, auch wenn Ruoqi zuletzt das bessere Ende für sich hatte. Ich bin überzeugt von ihrer Spielstärke. Bei Aidan ist alles möglich – das Niveau ist extrem eng, da entscheidet oft die Tagesform. Gerade in solchen Situationen spielt die mentale Stabilität eine grosse Rolle. Mein Job wird sein, ihm Druck zu nehmen, Ruhe reinzubringen und den Fokus dort zu halten, wo er hingehört.“

Neben der sportlichen Analyse betont er aber auch seine Vorfreude auf sein erstes Top8:
„Für mich ist es das erste Mal am Top8. Ich freue mich sehr über das Vertrauen unserer beiden Spieler und darauf, zwei hervorragende Talente in Genf begleiten zu dürfen. Ich freue mich auf ein spannendes – und gerne auch erfolgreiches – Turnier.“