Schweizer mit Aussenseiterchance im Duell mit Chinas Assen?

Am vergangenen Montag war die Tischtennis-Delegation der Schweiz um das Nationaltrainergespann Pavel Rehorek/Pedro Pelz mit Organisationschef Zhai Lu zu Gast im Regierungsgebäude der Stadt Tianjin.

Tianjins Sportdirektor und Vizepräsident des Olympischen Organisationskomitees von Beijing 2008 Xie Delong hatte das gesamte Schweizer Team sowie den Tischtennis-Verbandschef der Stadt Wang zum Abendessen geladen. In seiner Begrüssungsrede wies Yang auf die Wichtigkeit der Zusammenkünfte verschiedener Kulturen und Sportsysteme hin. Dieser Austausch sei auch für die chinesischen Trainer und Spieler von grosser Bedeutung. Nach dem gemütlichen Beisamensein und der Überreichung von Gastgeschenken an Spieler und Trainer ging es im Anschluss zu einer Volleyball-Superliga-Begegnung der Frauen. Die Spieler durften sich mit knapp 2000 Zuschauern und dem Stadtdirektor über die sportliche Darbietung erfreuen. Am Mittwoch wurde dann kurzfristig ein zusätzlicher Wettkampfabend der Schweizer Mädchen gegen das U18 Team aus Südkorea angesetzt. Die Südkoreanerinnen sind mit zwei eigenen Trainern zu Trainingszwecken vor Ort um sich hier für ein Jahr sportlich weiterzuentwickeln. Wie die Spieler aus Tianjin, die bereits in der Trainingsgruppe der Jüngsten (ab dem Alter von 7 Jahren) voll auf Tischtennis setzen und keinerlei schulische Verpflichtungen haben, sind diese nur ihrer sportlichen Entwicklung im Tischtennisport verpflichtet.

Am morgigen Freitag steht für die Schweizer Mannschaften dann der offizielle Wettkampf gegen die Chinesen auf dem Programm. Der Event wird in Ninghe, einem Vorort Tianjins ausgetragen. Ninghe liegt 120 Kilometer vom Trainingszentrum entfernt. Zu dieser sportlichen Auseinandersetzung werden im Vorfeld knapp 2000 Zuschauer erwartet. An einen Gesamtsieg ist aus Schweizer Sicht kaum zu denken doch es besteht für jeden der NationalspielerInnen die Chance über sich hinauswachsen und für einzelne Spielgewinne sorgen.