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NLA Damen - Neuhausen legt vor im 1/2-Final

Mit einem letztlich klaren 6:0 (18:5) Heimsieg haben die TTCN-Damen im heutigen 1/2-Final zuhause gegen Kloten vorgelegt. Mit einem weiteren Erfolg (oder im Minimum einem Remis) im zweiten Spiel morgen im Zentrum Schluefweg würde sich der Titelverteidiger für den Super-Final vom 2. Juni 2018 in Schaffhausen qualifizieren.

Wie es zu erwarten war, spielten beide Teams in der nominell besten Aufstellung, d. h. für Neuhausen traten Anna Charmot (A20), Szilvia Kahn (A20) und Laura Robertson (A20) und für Kloten Alexandra Tchalakian (A20), Mayya Volkmer (A18) und Liza Schempp (A17) zum ersten Spiel in dieser Best-of-3-Serie an. Die Favoritenrolle lag klar beim Heimteam, das aber vor allem von der sehr gut aufspielenden Tchalakian als Nummer 1 des Gastteams gefordert werden sollte.

Das erste Spiel zwischen Charmot und Volkmer entwickelte sich nach Papierform. Charmot hatte die Partie gut unter Kontrolle und brachte das Heimteam mit einem 3:0-Sieg rasch in Führung. Am Nebentisch machte es Kahn gegen Schempp etwas spannender. Nachdem sie überraschend den zweiten Satz abgeben musste, schaltete sich rechtzeitig einen Gang höher und siegte letztlich klar in vier Sätzen. Eine sehr spannende und hochstehende Partie bekamen die Zuschauer im Duell Robertson gegen Tchalakian serviert. Beide Spielerinnen zeigten gleich von Beginn an, weshalb sie zu den Topspielerinnen der Liga gehören. Tchalakian erwischte den besseren Start und lag bis zur zweiten Satzhälfte immer in Führung. Mit dem Punkt zum 8:7 ging Robertson erstmals in Führung und gab diese nicht mehr ab. Mit der 1:0-Führung im Rücken spielte Robertson im zweiten Satz befreit auf und ging gleich mit 9:1 in Front. Mit harten Vorhand-Bällen und aktiven Rückhand-Blocks liess sie ihrer Gegnerin keinen Stich. Doch Tchalakian war noch nicht geschlagen und kehrte im dritten Satz ins Spiel zurück. Was bei Robertson im Satz zuvor noch blendend funktionierte, ging nun nicht mehr und es ging in den vierten Satz. Dort fing sich Robertson wieder auf und lag ständig ein paar Punkte in Front. Beim 8:5-Vorsprung nahm Tchalakian ihr Timeout und holte mit einem Kantenball den ersten Punkt nach dem Timeout. Robertson hielt aber weiter gut dagegen und hatte bei 10:8 ihre ersten beiden Matchbälle. Obwohl Robertson weiter gut spielte, machte Tchalakian vier Punkte in Serie und kämpte sich in den fünften Satz. Wer nun gedacht hatte, dass die Vorteile bei Tchalakian lägen, hatte sich getäuscht. Robertson erkämpfte sich in gewohnter Manier einen 5:3-Vorsprung beim letzten Seitenwechsel und baute ihre Führung bis 8:4 aus. Aber Tchalakian gab sich noch nicht geschlagen und holte abermals Punkt um Punkt auf. Bei der auf 8:7 geschmolzenen Führung nahm Robertson ihr Timeout. Auch das sollte sich auszahlen, wenige Minuten später lag Robertson mit 10:7 in Führung und hatte den dritten Matchball auf dem Schläger. Mit dem fünften Matchball zum 11:9 machte sie diesem hochklassigen Spiel dann ein Ende und brachte das Team mit 3:0 in Front.

Konzentriert beim Aufschlag: Szilvia Kahn

Im Linkshänder-Duell zwischen Kahn und Vokmer hatte die Neuhauserin keine Mühe ihr Team mit 4:0 in Front zu bringen. Spiel Nummer 5 zwischen Charmot und Tchalakian sollte sich in der Folge auch zu einer sehenswerten Partie entwickeln. Charmot erwischte einen Kaltstart und lag rasch mit 1:4 im Hintertreffen. Obwohl sie danach aufdrehte und zum 5:5 ausglich, schlichen sich in der zweiten Satzhälfte zu viele Fehler in ihr Spiel und sie musste den Satz mit 8:11 abgeben. Im zweiten Satz kam Charmot besser aus den Startlöchern. Sie ging mit 4:1 in Führung und steigerte sich sichtlich. Doch auch Tchalakian zeigte hohe Tischtenniskunst und war beim 6:6 und 7:7 wieder zurück im Satz. Zum Satzende hatte Charmot eine starke Phase und verwertete den ersten Satzball zum 11:8 und Satzausgleich. Im dritten Satz zeigten beide Spielerinnen lange und hochstehende Ballwechsel. Charmot hatte sich nun besser auf das Spiel von Tchalakian eingestellt und ging mit 8:4 in Führung. Tchalakian kämpfte sich nochmals auf 8:7 heran, aber danach überliess Charmot ihrer Gegnerin keinen Punkt mehr. Im vierten Satz kippte das Spiel wieder an Tchalakian. Charmot lag rasch mit 3:7 im Rückstand und es sah alles nach einem fünften Satz aus. Aber Charmot gab nochmals alles und kämpfte sich Punkt für Punkt heran, glich zum 7:7 aus und lag wenig später mit 9:7 in Front. Tchalakian hielt nochmals dagegen bis zum 9:9, danach machte Charmot zwei Punkte zum 11:9-Erfolg. Weil am Nebentisch Robertson gegen Schempp in vier Sätzen schneller gewonnen hatte, war der Match mit dem ersten verwerteten Matchball von Charmot zum 6:0-Endstand um 18:20 Uhr bereits zu Ende.

Mit dem 6:0-Sieg sind die Neuhauserinnen ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und können im zweiten Spiel am Sonntag um 14:30 Uhr im Zentrum Schluefweg den Sack Richtung Super-Final vom 2. Juni 2018 in Schaffhausen mit einer ähnlich starken Teamleistung zumachen. Allerdings müssen sie sich vor allem von der stark aufspielenden Tchalakian in Acht nehmen. Damentrainer Pavel Rehorek zeigte sich nach dem Match zufrieden und bedankte sich beim Spaghetti-Plausch bei den anwesenden Tischtennisfreunden für ihren Support.

 

 

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